Teil unseres Krypto-Kalenders über die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Kryptowährungen.
Hinter diesem Datum steckt ein Thema, das Bitcoin seit seiner Frühphase begleitete, das aber heute gelöst ist.
Technisches Limit der Bitcoin-Blockchain
Die Bitcoin-Blockchain hat ein technisches Limit: maximal kann sie 7 Transaktionen pro Sekunde ausführen. Zum Vergleich: Visa verarbeitet mehr als 65.000 Transaktionen pro Sekunde. Das war ein echtes Wachstumslimit für das Bitcoin-System.
Am 14. Januar 2016 veröffentlichten die Entwickler Joseph Poon und Thaddeus Dryja das Lightning-Network-Whitepaper. Darin beschrieben sie eine Lösung, die auf einer übergeordneten Protokollebene ansetzt, ohne die Bitcoin-Blockchain an sich zu verändern.
Woher kommt das Limit?
Die Kalkulation ist einfach: Jeder Block in der Blockchain fasst maximal 1 Megabyte Daten. Ein neuer Block entsteht im Durchschnitt alle 10 Minuten. Eine durchschnittliche Bitcoin-Transaktion belegt etwa 250 Byte. Das ergibt rund 7 Transaktionen pro Sekunde. Das Limit ist eine bewusste Designentscheidung von Satoshi Nakamoto, der damit Sicherheit und Dezentralisierung über Geschwindigkeit stellte.
Was dieses Limit in der Praxis bedeutete, wurde ab 2017 sichtbar, als die Nachfrage nach Bitcoin-Transaktionen stark anzog. Transaktionsgebühren stiegen zeitweise auf über 50 US-Dollar pro Vorgang, Bestätigungszeiten von mehreren Stunden waren keine Ausnahme, und Kleinstbeträge waren wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll übertragbar.
Das Wichtigste zum Lightning-Network-Whitepaper auf einen Blick
- Veröffentlicht am 14. Januar 2016
- Autoren: Joseph Poon und Thaddeus Dryja
- Kernidee: Transaktionen auf einer übergeordneten Protokollebene abwickeln
- Ziel: Millionen bis Milliarden Transaktionen pro Sekunde ermöglichen
- Technische Grundlage: Zahlungskanäle, gesichert durch Smart Contracts auf der Bitcoin-Blockchain
- Offizieller Start des Netzwerks: 15. März 2018
Wie funktioniert das Lightning Network?
Das Grundprinzip: Nicht jede Zahlung muss dauerhaft in der Blockchain gespeichert werden, nur das Endergebnis. Zwei Parteien öffnen einen Zahlungskanal, indem sie eine Transaktion in die Bitcoin-Blockchain schreiben. Innerhalb dieses Kanals können sie beliebig viele Zahlungen austauschen, ohne dass jede einzelne davon die Blockchain berührt. Erst wenn der Kanal geschlossen wird, wird das finale Saldo in der Blockchain gespeichert.
Das Netzwerk dieser Kanäle ermöglicht es, Zahlungen über mehrere Zwischenstationen weiterzuleiten, ohne dass Sender und Empfänger direkt verbunden sein müssen. Mehr zur technischen Grundlage bei Blockchain einfach erklärt.
