Der Point of Control, meist als POC abgekürzt, ist der längste Balken im Volumenprofil. Er zeigt das Kursniveau, auf dem innerhalb des betrachteten Zeitraums am meisten gehandelt wurde.

Warum der POC als Magnet wirkt
Auf diesem Niveau haben die meisten Marktteilnehmer ihre Positionen aufgebaut. Kehrt der Kurs zurück, treffen dort viele Entscheidungen zusammen: Wer im Verlust sitzt, will bei Rückkehr aussteigen, wer im Gewinn liegt, sichert ab.
Beides erzeugt Aufträge, und genau deshalb reagiert der Kurs an dieser Marke häufig. Sie ist kein Signal, sie ist ein Ort, an dem etwas passieren kann.
Macro-POC und laufender POC
Über den gesamten sichtbaren Bereich ergibt sich ein übergeordneter Point of Control, der über Monate Bestand haben kann. Über kürzere Abschnitte verschiebt er sich laufend.
In Florian Sondershausens Analysen tauchen beide gleichzeitig auf, der übergeordnete unter der Bezeichnung Macro-POC.
Wie er im Handel benutzt wird
- Als Ziel für eine Gegenbewegung, weil der Kurs dorthin zurückläuft
- Als Zone für die Absicherung, weil dort mit Widerstand zu rechnen ist
- Als Trennlinie: Über dem POC gilt das Bild als freundlich, darunter als angeschlagen
