Das Trading Glossar

Stop-Loss

Geschrieben von
Haag Sondershausen
Veröffentlicht
September 8, 2026

Ein Stop-Loss ist eine im Voraus gesetzte Order, die eine Position automatisch schließt, sobald der Kurs eine festgelegte Marke erreicht. Er begrenzt den Verlust eines Trades auf einen Betrag, den der Händler vorher bestimmt hat.

Der Stop-Loss wird gesetzt, bevor die Position eröffnet wird. Ausführlich mit Beispielen steht das im Beitrag Stop-Loss richtig setzen.

Wie der Stop-Loss den Verlust begrenzt

Schematischer Kerzenchart mit drei waagerechten Linien für Einstieg, Stop-Loss darunter und Take Profit darüber. Der Abstand nach unten beträgt 5 Punkte, der Abstand nach oben 10 Punkte
Einstieg, Verlustgrenze und Ziel stehen vor dem Trade fest. Hier ist die Chance doppelt so groß wie das Risiko. Schematische Darstellung.

Wer bei 79.000 Dollar kauft und den Stop-Loss auf 76.500 Dollar legt, riskiert 2.500 Dollar je Einheit. Fällt der Kurs auf 76.500, wird die Position verkauft. Der Verlust steht damit von Anfang an fest.

Der Abstand zum Einstieg bestimmt auch die Positionsgröße. Wer insgesamt 500 Dollar riskieren will und einen Abstand von 2.500 Dollar wählt, kann 0,2 Einheiten kaufen. Aus dem Stop-Loss ergibt sich also die Größe des Trades, nicht umgekehrt.

Wo der Stop-Loss hingehört

Sinnvoll ist die Marke dort, wo die Annahme hinter dem Trade widerlegt ist. Bei einem Kauf an einer Unterstützung liegt sie unter dieser Unterstützung. Ein Stop-Loss, der nur nach einem runden Betrag gewählt wurde, hat keinen Bezug zum Chart.

Häufiges Missverständnis

Ein Stop-Loss garantiert den Ausstiegspreis nicht. Er löst bei Erreichen der Marke eine Verkaufsorder aus. Springt der Kurs über die Marke hinweg, etwa nach einer Nachricht am Wochenende, wird zum nächsten verfügbaren Preis ausgeführt. Dieser Unterschied heißt Slippage und fällt vor allem in dünnen Marktphasen ins Gewicht.

Der zweite verbreitete Fehler ist das Nachziehen in die falsche Richtung. Wer den Stop-Loss verschiebt, weil der Kurs sich ihm nähert, hebt die eigene Risikogrenze auf.

Für wen das zählt

Der Stop-Loss betrifft jeden, der eine Position mit eigenem Geld eröffnet. Für Einsteiger ist er das wichtigste Werkzeug überhaupt, weil er die Frage nach dem maximalen Verlust beantwortet, bevor Gefühle mitreden. Wer mit Hebel handelt, kommt ohne ihn praktisch nicht aus. Langfristige Anleger, die eine Position über Jahre halten wollen, arbeiten dagegen oft bewusst ohne, weil zwischenzeitliche Rücksetzer für sie kein Grund zum Verkaufen sind.

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