Solange ein Trend läuft, wiederholt sich dasselbe Muster. Der Strukturbruch ist der Moment, in dem dieses Muster reißt. Im Englischen heißt er Break of Structure, abgekürzt BOS.

Wie ein Bruch aussieht
In einem Aufwärtstrend bildet der Kurs steigende Tiefs. Fällt er unter das letzte dieser Tiefs, ist die Abfolge unterbrochen. Im Abwärtstrend gilt dasselbe umgekehrt für das letzte Hoch.
Wichtig ist dabei die Marktstruktur des jeweiligen Zeitfensters. Ein Bruch im Stundenchart sagt wenig über die Woche aus.
Warum ein Bruch allein nichts beweist
Ein einzelner Bruch kann auch ein Liquiditätsabgriff sein. Der Kurs holt sich die Stop-Orders unter dem Tief und dreht sofort wieder nach oben. Auf dem Chart sieht das im Nachhinein aus wie ein kurzer Ausreißer.
Deshalb warten viele Trader auf eine Bestätigung. Die häufigste ist, dass die gebrochene Marke von der anderen Seite hält, dass also aus der früheren Unterstützung ein Widerstand wird.
Was danach passiert
Nach einem bestätigten Bruch verschiebt sich die Erwartung. Aus einem Aufwärtstrend wird zunächst eine Seitwärtsphase. Erst danach entscheidet sich, ob daraus eine Gegenbewegung wird oder ob der alte Trend zurückkehrt.
