Eine Range, auch Seitwärtsphase genannt, ist ein Bereich, in dem der Kurs zwischen einer oberen und einer unteren Marke hin und her pendelt, ohne eine Richtung auszubilden. Weder Käufer noch Verkäufer setzen sich durch. Es ist ein Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern.
Wie sie entsteht

Am oberen Rand treffen steigende Kurse auf Verkäufer, die dort abgeben wollen. Am unteren Rand treffen fallende Kurse auf Käufer, die dort einsteigen. Solange beide Seiten an denselben Marken aktiv bleiben, bleibt die Range bestehen. Je öfter ein Rand bestätigt wurde, desto mehr Aufmerksamkeit liegt dort, und desto mehr Stoppaufträge sammeln sich knapp dahinter.
Warum die Mitte nichts bringt
Das ist der praktische Kern. In der Mitte einer Range ist der Weg nach oben ungefähr so weit wie der Weg nach unten. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt dort bei etwa 1 zu 1, und der Einstieg hat keinen Vorteil. An den Rändern dagegen ist der Abstand zur gegenüberliegenden Seite groß und der Abstand zum Stop-Loss klein.
Häufiges Missverständnis
Eine Seitwärtsphase gilt als langweilig und wird deshalb übersprungen. Tatsächlich verbringen die meisten Märkte den überwiegenden Teil der Zeit in einer Range, nicht im Trend. Wer nur Trends handeln kann, sitzt die meiste Zeit ohne Plan vor dem Chart und neigt dazu, Bewegungen zu erzwingen, die es nicht gibt.
Für wen das zählt
Für alle, weil die Erkennung darüber entscheidet, welche Strategie überhaupt passt. Eine Trendfolgestrategie produziert in einer Range eine Fehlsignal nach dem anderen. Umgekehrt steigt ein Range-Händler beim beginnenden Trend immer wieder gegen die Richtung ein.
Warum die Mitte einer Seitwärtsphase rechnerisch kein Einstieg ist, steht im Artikel Wann du besser keinen Trade machst.
