Als Danger Zone wird ein Kursbereich bezeichnet, in dem ein Einstieg in Trendrichtung besonders ungünstig ist, weil dort mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gegenseite aktiv wird. Wer dort kauft, kauft genau dort, wo andere verkaufen wollen.
Wie sie entsteht

Die Zone liegt dort, wo mehrere Gründe zusammenfallen. Typisch sind ein früheres Hoch, an dem der Kurs schon einmal gescheitert ist, der obere Rand einer Wertzone aus dem Volumenprofil, ein Bereich mit auffällig wenig gehandeltem Volumen, oder eine runde Marke, an der viele Aufträge liegen.
Je mehr dieser Gründe zusammentreffen, desto belastbarer ist die Zone. Ein einzelnes früheres Hoch allein ergibt noch keine.
Warum es eine Spanne ist und kein Kurs
Das ist der Punkt, an dem die meisten den Begriff falsch verwenden. Eine Danger Zone hat eine Ober- und eine Untergrenze, weil die Gründe dahinter nie exakt auf demselben Kurs liegen. Wer sie als einzelne Linie behandelt, setzt seinen Stop-Loss zwangsläufig zu eng und wird aus einer Position geworfen, die inhaltlich richtig war.
Häufiges Missverständnis
Die Zone wird als Verbot gelesen. Sie ist eine Aussage über das Chance-Risiko-Verhältnis und lässt sich trotzdem handeln, wenn die Rechnung stimmt. Ein Einstieg in der Zone ist nicht falsch, er ist nur teuer: Der Abstand zum nächsten sinnvollen Ziel ist klein, der Abstand zum sinnvollen Stop-Loss groß. Wer wartet, bis der Kurs die Zone verlässt, bekommt für dasselbe Risiko ein deutlich größeres Ziel.
Für wen das zählt
Für alle, die in laufende Bewegungen einsteigen. Die Zone beantwortet die Frage, ob ein Einstieg jetzt noch sinnvoll ist oder ob man einem Kurs hinterherläuft, der seine günstige Phase hinter sich hat.
Wie Wertzonen und Bereiche mit wenig gehandeltem Volumen im Chart aussehen, zeigt der Artikel Volumenprofil im Bitcoin-Chart.
