Zu faul zum Lesen? Die Kernpunkte auf einen Blick
- Krypto plus 19,6 % auf 2,61 Bio. USD, Bitcoin plus 22 % auf 77.320 USD, Ethereum plus 28,5 % auf 2.430 USD. Beste Bitcoin-Woche seit über drei Jahren
- Aktien fielen gleichzeitig: S&P 500 minus 1,43 %, Nasdaq 100 minus 2,45 %, Halbleiter minus 4,66 %. Eine seltene Entkopplung
- Auslöser war der Anleihemarkt: Das US-Finanzministerium verdoppelte am 19. August seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen, die Rendite fiel von 5,338 % auf 5,19 %
- Verstärker: über die Woche platzten rund 5 Mrd. USD an Wetten gegen Bitcoin, allein 2,74 Mrd. USD davon am 19. August
- Trump empfing die Krypto-Branche im Weißen Haus. Anders als vielfach berichtet gab es dort keine Kaufzusage für Bitcoin, konkret wurde nur die Zusage zu Hyperliquid
- Die US-Börsenaufsicht veröffentlichte ihr 402-seitiges Krypto-Regelwerk trotz abgesagter Abstimmung
- Walmart minus 9 % nach schwachen Zahlen, der Konsum-Einbruch vom 14. August hat sich bestätigt
- US-Staatsschulden erstmals über 40 Bio. USD, Zinskosten rund 3,8 Mrd. USD pro Tag
Markt-Recap der Vorwoche
Das US-Finanzministerium greift am Anleihemarkt ein: Am Mittwoch, dem 19. August, kündigte Finanzminister Scott Bessent an, die Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen von 2 auf mindestens 4 Mrd. USD je Aktion zu verdoppeln. Kurz zuvor hatte die Rendite dreißigjähriger Papiere mit 5,338 Prozent den höchsten Stand seit 2007 erreicht. Bei einem Rückkauf tritt der Staat als Käufer eigener Anleihen auf, das hebt die Kurse und drückt die Renditen. Genau das passierte: Die Rendite fiel binnen Minuten auf 5,19 Prozent, der Dollar verzeichnete den stärksten Tagesverlust seit drei Monaten. Viele Anleger lesen solche Käufe als Vorstufe zu einer lockereren Geldpolitik, und davon profitieren knappe Anlagen wie Gold und Bitcoin. Warum die langfristigen Zinsen weltweit auf Mehrjahrzehnte-Hochs gestiegen sind und warum dieser Markt gerade über alles andere entscheidet, haben wir in Warum der Anleihemarkt gerade über Aktien und Krypto entscheidet ausführlich aufgeschrieben.
Der Verstärker: über 5 Milliarden Dollar an liquidierten Short-Trades gegen Bitcoin: Bitcoin sprang am 19. August um 7,13 Prozent, den stärksten Tagesanstieg seit einem halben Jahr. Allein an diesem Tag wurden nach Daten von Coinglass 2,74 Mrd. USD an Positionen zwangsgeschlossen, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Über die gesamte Woche summiert sich das auf rund 5 Mrd. USD. Der Mechanismus dahinter: Wer auf fallende Kurse wettet, muss beim Schließen der Position zurückkaufen. Jeder dieser Zwangskäufe treibt den Kurs weiter nach oben und löst die nächste Welle aus. Ein Teil der Rally war damit reine Mechanik und keine bewusste Kaufentscheidung. Wie dieser Ablauf im Detail funktioniert und was ihn von einer echten Neubewertung unterscheidet, steht in Bitcoin pumpt Richtung 70k.
Am Wochenende drehte sich das Bild: Nach dem Hoch bei rund 79.500 USD am Freitag wurden am Samstag erstmals wieder mehr Kaufpositionen liquidiert als Verkaufspositionen (735 Mio. gegen 274 Mio. USD). Das ist das übliche Muster nach einer solchen Bewegung: Wenn die Zwangskäufe abgearbeitet sind, kommen diejenigen unter Druck, die spät und gehebelt aufgesprungen sind. Bitcoin gab auf rund 77.000 USD nach.
Trump empfängt die Krypto-Branche im Weißen Haus: Am 19. August kamen die Chefs von Coinbase, Kraken, Ripple, Chainlink, BitGo, Gemini und Blockchain.com zusammen, dazu Vertreter der New Yorker Börse, der Nasdaq und von Robinhood sowie die Vorsitzenden der Börsenaufsicht SEC und der Terminmarktaufsicht CFTC.
Eine Einordnung ist hier wichtig, weil sie in vielen Zusammenfassungen falsch gelaufen ist: Es hieß vielfach, Trump habe angekündigt, die USA würden “erhebliche” Mengen Bitcoin kaufen. Im Wortprotokoll steht das so nicht. Das Wort stammte aus der Frage eines Journalisten. Trumps Antwort war, darüber sei gesprochen worden, entscheiden würden SEC-Chef Paul Atkins und die Runde, und wenn Empfehlungen kämen, würde er “definitiv zuhören”. Ergänzend sagte er, Bitcoin habe “eine Menge Druck vom Dollar genommen”. Eine Kaufzusage war das nicht.
Konkret wurde es an zwei anderen Stellen. Trump nannte die Handelsplattform Hyperliquid namentlich und sagte, der CFTC-Chef arbeite daran, sie “vollständig regelkonform und legal” in die USA zu holen. Und Coinbase-Chef Brian Armstrong nannte für den CLARITY Act einen Termin: Am 15. September soll im Senat abgestimmt werden, er hofft auf mehr als 60 Stimmen.
Die US-Börsenaufsicht legt ihr Regelwerk trotzdem vor: Nachdem die Abstimmung am 14. August abgesagt worden war, veröffentlichte die SEC am 18. August ohne Sitzung ein 402 Seiten starkes Papier mit dem Titel “Regulation Crypto Assets”. Kernpunkt: Ein Token soll aufhören, ein Wertpapier zu sein, sobald das Team seine zugesagten Aufgaben erledigt oder dauerhaft eingestellt hat. Startups dürfen künftig einmalig bis zu 5 Mio. USD über vier Jahre einsammeln, ohne sich zu registrieren, oder bis zu 75 Mio. USD im Jahr mit Berichtspflicht. Was genau drinsteht und was noch fehlt, haben wir in SEC legt Krypto-Regelwerk vor aufbereitet.
Gewinner und Verlierer der Woche
Das Auffälligste ist die Trennung zwischen Krypto und Aktien.
Krypto explodiert: Die Marktkapitalisierung stieg um 19,6 Prozent auf 2,61 Bio. USD. Bitcoin plus 22,0 Prozent auf 77.320 USD, Ethereum plus 28,5 Prozent auf 2.430 USD, Altcoins insgesamt plus 23,7 Prozent. Für Bitcoin ist das die beste Woche seit über 3 Jahren. Die 200-Tage-Linie bei rund 69.000 USD wurde überwunden, was Chartanalysten als erstes Trendwechsel-Signal lesen.
Aktien gaben nach: S&P 500 minus 1,43 Prozent auf 7.674 Punkte, Nasdaq 100 minus 2,45 Prozent, DAX minus 1,15 Prozent, Nikkei minus 3,93 Prozent. Auf Sektorebene traf es Rüstung mit minus 6,27 Prozent, Halbleiter mit minus 4,66 Prozent und Tech mit minus 3,53 Prozent am härtesten. Der wichtigste Einzelwert: Walmart verlor rund 9 Prozent nach schwachen Zahlen und deutlichen Hinweisen auf Konsumschwäche. Damit hat sich der Einzelhandels-Einbruch vom 14. August bestätigt.
Rohstoffe legten breit zu: Gold plus 6,85 Prozent auf 4.681 USD, Silber plus 6,99 Prozent auf 69,53 USD, Öl (Brent) plus 6,63 Prozent auf 94,39 USD. Der Ölpreis bleibt der Gegenspieler der Zinsentspannung, weil hohe Energiepreise die Inflation oben halten.

Top-Mover: Die Gewinner und Verlierer unter den Kryptowährungen
In den Top 100 gab es auf 7-Tages-Sicht praktisch keine Verlierer. Die Verliererliste besteht fast ausschließlich aus Stablecoins mit Bewegungen um null Prozent. Das allein zeigt, wie breit die Rally war.

- Ethena (ENA) plus 110,8 Prozent: Die Treasury-Firma StablecoinX gab bekannt, rund 20 Prozent des gesamten ENA-Angebots zu halten.
- Pump.fun (PUMP) plus 92,1 Prozent: Kein einzelner Auslöser erkennbar. Die Memecoin-Plattform war schon in den Vorwochen unter den Top-Gewinnern und profitiert als Hochrisiko-Wert überproportional von der allgemeinen Risikofreude.
- Zcash (ZEC) plus 68,9 Prozent: Fortsetzung des Privacy-Coin-Momentums aus der Vorwoche, getrieben von der anhaltenden regulatorischen Unsicherheit rund um transparente Blockchains.
- XRP plus 49,9 Prozent: Neue Zuflüsse in XRP-Fonds plus eine geplante Partnerschaft für institutionelle Kreditvergabe zwischen Ripple, Clearpool und Cicada Credit auf dem XRP Ledger. Zusätzlich war XRP der meistgehandelte Wert an Südkoreas größter Börse Upbit.
- Hyperliquid (HYPE) plus 40,4 Prozent: Trump nannte die Plattform beim Treffen im Weißen Haus namentlich.
- Pepe (PEPE) plus 56,6 Prozent, Aave (AAVE) plus 49,2 Prozent und POL plus 43,6 Prozent liefen ohne eigenen Nachrichtenauslöser als Mitläufer der breiten Rally mit.
Südkorea kommt zurück: Bei Upbit sprang das Tagesvolumen um 273 Prozent auf 1,84 Mrd. USD, den höchsten Stand seit Mitte März. Koreanisches Privatkapital folgt Rallys historisch eher, als sie auszulösen, bewegt den Markt dann aber stärker, als sein Anteil vermuten ließe.
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Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Hinweis auf künftige Ergebnisse. Niemand hat eine Glaskugel, und dieser Abschnitt ist keine Anlageberatung.
Eine Woche nach der Totsagung
Vergangene Woche haben wir uns die Daten hinter der wachsenden “Krypto ist tot”-Stimmung angesehen: über 100 eingestellte Projekte, Altcoins bis zu 90 Prozent im Minus, das ruhigste Handelsgeschehen seit 2019. Sieben Tage später steht der Markt fast 20 Prozent höher.
Das ist kein Beleg dafür, dass die Skeptiker falsch lagen, und auch keiner dafür, dass sie recht hatten. Es ist ein Lehrstück darüber, wie schnell sich extreme Stimmungslagen auflösen können, wenn ein einziger Auslöser dazukommt. Warum der Unterschied zwischen einem sterbenden Geschäftsmodell und einem sterbenden Sektor entscheidend ist, steht in Sind Kryptowährungen tot?.
Zur Einordnung gehört allerdings auch die andere Seite: Ein erheblicher Teil der Bewegung stammte aus erzwungenen Käufen, die von selbst enden. Und die Stimmungsindikatoren sind binnen einer Woche von Angst auf Gier gesprungen. Wer jetzt einsteigt, kauft in eine Bewegung hinein, die bereits gelaufen ist.
Ausblick auf die Handelswoche
Die Woche hat zwei Schwerpunkte: einen extrem dichten Mittwoch und die Rede des Fed-Chefs am Freitag.
Was ist Jackson Hole überhaupt? Der Name steht für ein Tal in Wyoming, in dem sich seit 1978 einmal im Jahr die wichtigsten Notenbanker der Welt treffen. Ausgerichtet wird das dreitägige Symposium von der Federal Reserve Bank of Kansas City, dieses Jahr vom 27. bis 29. August mit rund 120 Zentralbankern, Ökonomen und Regierungsvertretern aus über 70 Ländern. Das diesjährige Thema lautet “Finanzielle Innovation und ihre Folgen für Zahlungsverkehr und Geldpolitik”.
Für Trader ist der Termin deshalb wichtig, weil Notenbanker dort traditionell grundsätzlicher sprechen als bei den regulären Zinssitzungen. Mehrere geldpolitische Wenden wurden in Jackson Hole angekündigt, bevor sie offiziell beschlossen wurden. Entsprechend genau wird jede Formulierung gelesen.
Kevin Warsh spricht am Freitag um 16:00 Uhr deutscher Zeit, es ist seine erste Rede an diesem Ort, seit er im Mai das Amt übernommen hat. Der Termin liegt rund drei Wochen vor der Zinsentscheidung am 15. und 16. September und ist damit die letzte große Gelegenheit der Notenbank, ihre Richtung zu signalisieren. Zwei Fragen stehen im Raum: Wie bewertet Warsh die auf Mehrjahrzehnte-Hochs gestiegenen Langfristzinsen? Und was hält er vom Eingriff des Finanzministeriums am Anleihemarkt, der die Finanzierungsbedingungen gelockert hat, während die Fed eigentlich straffen wollte? Warsh gilt als jemand, der sich ungern festlegt. Gerade deshalb wird jedes Wort gewogen.

Der Mittwoch ist der eigentliche Datentag. Um 14:30 Uhr kommt die Kerninflation der Konsumausgaben für Juli, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed und für Zinsentscheidungen wichtiger als der bekanntere Verbraucherpreisindex. Erwartet werden unveränderte 3,3 Prozent im Jahresvergleich und 0,2 Prozent zum Vormonat nach 0,1 Prozent. Zeitgleich erscheint die zweite Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal, erwartet werden unveränderte 1,5 Prozent aufs Jahr hochgerechnet. Beide Werte kommen zwei Tage vor Warshs Rede und dürften deren Ton mitbestimmen. Am Abend desselben Tages berichtet dann noch Nvidia. Mittwoch ist damit der Tag, an dem sich diese Woche entscheidet.
Am Dienstag liefern das Verbrauchervertrauen (erwartet 90,3 nach 90,8) und die Verkäufe neuer Häuser (620.000 nach 628.000) den Vorlauf. Nach dem Konsum-Einbruch und den Walmart-Zahlen ist das Verbrauchervertrauen der Wert, an dem sich zeigt, ob die Schwäche in der Breite ankommt. Am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe mit erwarteten 208.000.
Politische und institutionelle Termine mit Krypto-Bezug
- Was aus dem Treffen im Weißen Haus wird: Trump hat keine Bitcoin-Käufe zugesagt. Er verwies auf Empfehlungen der Aufsichtsbehörden. Genau darauf richtet sich jetzt die Aufmerksamkeit. Kommt aus der Runde um SEC-Chef Atkins und den CFTC-Vorsitzenden eine konkrete Empfehlung, wäre das marktbewegend. Kommt nichts, war das Treffen vor allem ein Signal.
- Kommentierungsfrist zum SEC-Regelwerk: Die 60-tägige Frist startet mit dem Abdruck im US-Amtsblatt unter dem Aktenzeichen S7-2026-27. Kommissarin Hester Peirce nennt den Vorschlag selbst einen Schritt auf einem langen Weg. Die Verfahrensabstimmung zum CLARITY Act im Senat bleibt beim 15. September.
- EU prüft Regeln für Krypto-Kreditvergabe: Die Europäische Kommission untersucht seit dem 20. Mai, ob Krypto-Lending unter die MiCA-Verordnung fallen soll. Die Konsultation läuft bis zum 30. September. Hintergrund sind Lending-Vaults, die Milliardenbeträge in Kredite auf der Blockchain lenken, ohne wie klassische Kreditgeber auszusehen.
- Erste veröffentlichte MiCA-Strafe als Präzedenzfall: Die österreichische Aufsicht FMA verhängte 70.000 Euro gegen Bitpanda, wegen Fristen und Pflichtangaben rund um ein Whitepaper und zwei Werbemitteilungen. Kundengelder waren nicht betroffen. Details in Erste veröffentlichte MiCA-Strafe.
Earnings der Woche

Nvidia am Mittwoch nach Börsenschluss ist der mit Abstand wichtigste Termin. Nach dem Halbleiter-ETF mit minus 4,66 Prozent in der Vorwoche und angekündigten Preiserhöhungen von über 15 Prozent für Server mit KI-Chips entscheidet der Ausblick über den gesamten KI-Handel. Zusätzlich brisant: Nvidia hat gerade sechs Finanzriesen für ein 500-Mrd.-USD-Paket zum Ausbau von KI-Rechenzentren zusammengebracht, ohne eigenes Geld einzusetzen.
Software und Cybersicherheit liefern den zweiten Block. Salesforce, CrowdStrike, Okta und Synopsys berichten ebenfalls am Mittwoch nach Börsenschluss, Autodesk, Workday, SentinelOne und Elastic am Donnerstag. Zusammen zeigen sie, ob die Unternehmen ihre Software-Budgets unter den hohen Zinsen zusammenstreichen.
Einzelhandel, zweite Runde: Nach dem Walmart-Absturz berichten Best Buy, Dollar General, Dollar Tree, Kohl’s, Burlington und Gap im Wochenverlauf. Sie liefern die Bestätigung oder Entwarnung zur Frage, wie es um den US-Verbraucher steht.
Mit Krypto-Bezug: IREN am Donnerstag nach Börsenschluss als Bitcoin-Miner mit KI-Rechenzentrums-Geschäft, direkt im Fahrwasser des Riot-Anthropic-Deals über 9,1 Mrd. USD. Affirm am Donnerstag nach Börsenschluss als Anbieter von Konsumkrediten und damit Frühindikator für die Zahlungsmoral der Verbraucher.
Häufige Fragen
Was ist Jackson Hole?
Ein Talkessel in Wyoming, in dem sich seit 1978 einmal im Jahr die wichtigsten Notenbanker der Welt treffen. Ausgerichtet wird das Symposium von der Federal Reserve Bank of Kansas City. Bedeutung hat der Termin, weil Notenbanker dort grundsätzlicher sprechen als bei den regulären Zinssitzungen.
Warum ist die Kerninflation der Konsumausgaben wichtiger als der Verbraucherpreisindex?
Weil die US-Notenbank sie als bevorzugtes Inflationsmaß verwendet. Sie bildet das tatsächliche Ausgabeverhalten ab und passt sich an, wenn Verbraucher auf günstigere Alternativen ausweichen. Für Zinsentscheidungen zählt deshalb dieser Wert stärker als der bekanntere Verbraucherpreisindex.
Warum fielen die Aktien, während Krypto stieg?
Beide Märkte reagierten auf verschiedene Treiber. Krypto profitierte von fallenden Anleiherenditen und einem schwächeren Dollar sowie von erzwungenen Käufen aus Liquidationen. Die Aktienmärkte litten gleichzeitig unter schwachen Einzelhandelszahlen und Zweifeln am KI-Handel. Eine solche Entkopplung kommt selten vor.
Was ist eine Short-Liquidation?
Die zwangsweise Schließung einer Position, die auf fallende Kurse gesetzt hat, weil die hinterlegte Sicherheit nicht mehr ausreicht. Da diese Schließung technisch ein Kauf ist, treibt sie den Kurs weiter nach oben und kann weitere Positionen mitreißen.
Wann entscheidet die Fed als Nächstes über die Zinsen?
Am 15. und 16. September. Die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole am Freitag liegt rund drei Wochen davor und gilt als letzte große Gelegenheit, die Richtung zu signalisieren.


